Egoismus

Philipper 2:4
Schau nicht ein jeder auf seine eigenen Dinge, sondern ein jeder auch auf die Dinge anderer.

I. EGOISMUS IST DIE WURZEL DER SÜNDE. Egoismus lebt in und für uns selbst. Es manifestiert sich in verschiedenen Aspekten.
1. In Gedanken. Das Selbst wird zur größten Figur in der Vorstellung des Menschen vom Universum. Der Schatten des Selbst liegt über allem anderen. Die Verdienste des Selbst werden im Stolz vergrößert. Eitelkeit sehnt sich nach der Bewunderung anderer für sich selbst. Selbstverehrung macht einen Mann voreingenommen, wenn er an seinen eigenen Meinungen festhält, und bigott, wenn er die anderer Männer ablehnt.
2. Im Gefühl. Selbstliebe erfüllt das Herz eines egoistischen Mannes. Er hat keinen Kummer über die Schwierigkeiten eines anderen und keine Freude an der Freude eines anderen. Anstatt sich als Mitglied eines großen Körpers zu fühlen, der vom gemeinsamen Puls eines gemeinsamen Lebens bewegt wird, ist er wie eine Einzelzelle, losgelöst und selbstkonzentriert.
3. In Aktion. Der Eigenwille wird zur vorherrschenden Energie und die Selbstsucht zum vorherrschenden Motiv. In seiner extremen Entwicklung wird dies zu positiver Grausamkeit – ein Streben nach dem eigenen Vergnügen durch den Schmerz anderer. Nun, all dies ist sündig in den Augen Gottes und der Menschen und schrecklich schädlich für die Gesellschaft. Krieg, Verbrechen, Unmäßigkeit usw. Alle entspringen irgendeiner Form von Selbstsucht.
II. DAS CHRISTENTUM VERLANGT DIE AUSROTTUNG DES EGOISMUS, Solange der Mensch nur an sich selbst denkt, hat er nicht gelernt, was das Evangelium bedeutet. Vielleicht sucht er das, was er sein geistiges Wohlergehen nennt – Flucht aus der Hölle, eine glückliche Zukunft oder Frieden hier. Aber das alles ist egoistisch. Der Egoismus muss in jeder Hinsicht ausgerottet werden, damit das wahre christliche Leben begründet werden kann.
1. In Gedanken. Dies ist für die Umkehr unerlässlich. Demut und Sündenbekenntnis sind notwendig, bevor wir überhaupt in das Himmelreich eintreten können.
2. Im Gefühl. Die Liebe zu Christus, nicht die Rettung unserer eigenen Seele, ist das große Motiv, das uns inspirieren sollte. Liebe zu unseren Mitmenschen, nicht persönlicher Trost, ist der Geist, der unser Leben durchdringen sollte. Wir sind nur insofern Christ, als wir Christus nachfolgen. Und Christus verleugnete sich selbst und „ging umher und tat Gutes.“ Alle Ansprüche heiliger Hingabe zählen nur für nichts oder schlimmer als nichts, für Heuchelei, solange das Selbst in unseren Herzen thront.
3. In Aktion. Der Glaube setzt Selbstverleugnung voraus; es ist die Hingabe von uns an einen anderen. Es nimmt zwei Formen an –
(1) Unterwerfung unserer Seelen unter den Willen Gottes im Vertrauen auf seine Gnade in Christus als unserem Erlöser; und
(2) Gehorsam unseres Lebens dem Willen Gottes im treuen Dienst an Christus als unserem Meister. – WFA

Parallele Verse

KJV: Schaut nicht jeder auf seine eigenen Dinge, sondern jeder Mensch auch auf die Dinge anderer.

WEB: Jeder von euch schaut nicht nur auf seine eigenen Dinge, sondern jeder von euch auch auf die Dinge anderer.